Ludwig-Maximilians-Universität München
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International Policy Statement

Ziele der Internationalisierung und der Studierenden-Mobilität

Die Ludwig-Maximilians Universität München (LMU) ist ihrer Tradition als europäische Spitzenuniversität verpflichtet und Mitglied in den wichtigsten europäischen Netzwerken wie der European Association of Universities und der League of European Research Universities. Die internationale Positionierung und Vernetzung der LMU sowie der studentische und akademische Austausch werden im Referat Internationale Angelegenheiten (RIA) koordiniert.

Für die LMU ist das ERASMUS Programm das wichtigste Mobilitätsprogramm für Studierende und Dozenten innerhalb Europas. Mit über 300 Partneruniversitäten in allen Ländern Europas inklusive der Türkei kooperiert die LMU auf allen Fachbereichsebenen. Insgesamt können bis zu 2000 Studierende jährlich ausgetauscht werden.

Die LMU stellt bis 2010 fast alle Studiengänge auf das BA/MA-System um. Ein wichtiges Ziel bei der Neukonzeptionierung der Studiengänge ist es, ausreichende Mobilitätsfenster einzuplanen, um auch in Zukunft genügend Raum für Auslandsaufenthalte zu ermöglichen. Studierende, die während ihres Studiums an der LMU ins Ausland gehen, werden für ein Semester, ein Jahr oder auch länger beurlaubt und von den Studiengebühren an der LMU befreit.

Ein weiteres Ziel der LMU ist es, eine bessere Auslastung der vorhandenen Austauschplätze zu erreichen. Auf Seiten der Outgoings wird mit einem speziellen Nachrückverfahren den Studierenden die Möglichkeit gegeben, Plätze aus anderen Fachbereichen zu besetzen unter Gewährleistung der fachlichen Beratung und akademischen Anerkennung. Auf Seiten der Incomings wird versucht, mit einem verbesserten Deutschkursangebot vor und während des Semesters sowie einer individuellen Betreuung durch Mentoren und einer intensiven fachlichen Betreuung den Anteil der ausländischen ERASMUS Studierenden an der LMU anzuheben.

Eine regelmäßig stattfindende Evaluierung garantiert, dass nur aktive Partnerschaftsverträge verlängert werden. Programmbeauftragte werden ermutigt und darin gefördert, mit ihren aktuellen Partnern auch andere ERASMUS Aktivitäten durchzuführen, vor allem im Bereich der Dozentenmobilität, und im Rahmen von Evaluierungsreisen das Studienangebot an der Partnerhochschule besser kennen zu lernen

Die Integration von Leonardo-Praktika in das ERASMUS Programm geht einher mit einer engen Kooperation des Referats Internationale Angelegenheiten mit dem Career Service der LMU. Bisher unterschiedliche Arbeitsweisen bei der Bekanntgabe der Programme und Bewerbungsverfahren sind eng verzahnt worden.

Die LMU beabsichtigt, sich in Zukunft nach Möglichkeit an allen Aktivitäten des ERASMUS Programms zu beteiligen. Auch ERASMUS Mundus-Aktivitäten sollen ausgeweitet werden. Die ERASMUS Programmteile werden regelmäßig auf Sitzungen der ERASMUS Beauftragten, über Email-Verteiler und über den Newsletter des Referats Internationale Angelegenheiten bekannt gegeben. Im Newsletter wird auch dieses European Policy Statement veröffentlicht.

Benachteiligte Personen, werden im Rahmen des Möglichen unterstützt, etwa durch erhöhte Stipendiensätze oder spezielle Sprachkursangebote. Incomings mit Behinderung werden zusätzlich von der Behinderten-Beauftragten der LMU betreut.

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Qualitätssicherung von akademischen Mobilitätsaktivitäten

Outgoings

Durch ein einheitliches ERASMUS Bewerbungsverfahren stellt die LMU sicher, dass für alle Studierenden die gleichen Voraussetzungen gelten. ERASMUS Fachkoordinatoren wählen anhand von fachlicher, sprachlicher und persönlicher Qualifikation aus. Der einheitliche Bewerbungstermin ermöglicht eine bessere Auslastung von freibleibenden Plätzen. Ein breit gefächertes Fremd- und Fachsprachenprogramm (FFP) für rund 70 Sprachen an der LMU ermöglicht den Studierenden fehlende Fremdsprachenkenntnisse zu erwerben. In einer umfangreichen Infothek im RIA können sich die Studierenden in der Planungs- und Vorbereitungsphase eines Auslandsauftenhalts über ihre Gasthochschule und deren Curricula informieren.
Die Anerkennung von im Ausland erbrachten Studienleistungen erfolgt in herkömmlichen Studiengängen durch die Heimatinstitute der Studierenden, da in diesen ECTS nicht flächendeckend eingeführt wurde. In allen neuen BA/MA-Studiengängen wird ECTS eingeführt, wodurch auch das Anerkennungsprozedere vereinheitlicht und erleichtert wird. In den Studienordnungen ist grundsätzlich vorgesehen, dass ein Auslandssemester komplett anerkannt werden kann.

Incomings

Das RIA bietet einen umfassenden Betreuungsservice für ERASMUS Incomings an. So wird den Studierenden noch vor Ankunft in München ein Mentor zugewiesen, der bei allen Fragen behilflich sein kann. Ein Sonderkontingent von Studentenzimmern des Studentenwerks München stellt die Unterbringung von ca. 30-40% der ERASMUS Studierenden sicher. Über zusätzlich akquirierte Plätze in privaten Wohnheimen können weitere 10% untergebracht werden. In einem zweiwöchigen, dem Semester vorgeschalteten Orientierungskurs erhalten die Studierenden alle wichtigen Informationen zum Studium an der LMU sowie Hilfestellung bei allen administrativen Schritten und besuchen einen Deutschkonversationskurs. Die Munich ERASMUS Student Association (MESA), eine Vereinigung von ehemaligen LMU ERASMUS Outgoings, führendes Mitglied im European Student Network (ESN) kümmert sich um die soziale und kulturelle Betreuung der Studierenden. Die akademische Beratung und Betreuung ist durch die ERASMUS Fachkoordinatoren sichergestellt; sie sind auch verantwortlich für die Unterzeichnung der Learning Agreements. Ergänzgend werden spezielle Deutschkurse für ERASMUS Incomings angeboten: Jeweils einmonatige Intensivsprachkurse sind dem Semester vorgeschaltet; semesterbegleitend gibt es zahlreiche Sprachkurse (Deutsch und Fremdsprachen) auf unterschiedlichen Niveaustufen.

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Qualitätsicherung von Aktivitäten im Rahmen studentischer Praktika

Damit die Studierenden qualifizierter eingesetzt werden können, werden zahlreiche Kurse durch Einrichtungen der LMU angeboten: Neben Sprachkursen (z.B. Wirtschaftsenglisch) und interkulturellen Workshops werden auch Praktikumsvorbereitende Fachkurse (z.B. im Bereich Auslandsgeschäft, Marketing oder Logistik) angeboten. Die Qualitätsprüfung erfolgt durch einen Fragebogen, der von den Firmen ausgefüllt wird und in dem das Arbeitsprogramm festgelegt wird. Unqualifizierte Praktika werden nicht gefördert. Der Arbeitgeber unterschreibt eine Qualitätsvereinbarung. Die Partner (Arbeitgeber, entsendende-, evtl. vermittelnde Organisation und Studierender) unterschreiben einen Praktikumsvertrag, der den vereinbarten Aufgabenbereich sowie Name und Funktion des Mentors in der Firma enthält. Der Vertrag regelt die Laufzeit, Pflichten und Rechte aller Partner, das Gehalt, den Erasmus-Finanzzuschuss, dessen Zahlung, die Berichtspflicht, Begleitung und Kontrolle, Haftung, Versicherungen, Kündigung, den Gerichtsstand und die Vorgehensweise bei Änderungen. Zwischen den Partnern wird vereinbart, dass die Reise zur Praktikumsstelle und die Unterkunft von den Studierenden organisiert werden. Einreiseformalitäten, Gesundheitsvorschriften, Abschluss von Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung werden durch den Career Service der LMU geprüft. Die Evaluierung während der Laufzeit erfolgt durch die Monatsberichte der Studierenden an den Career Service. Bei Abweichungen vom Arbeitsprogramm interveniert der Career Service. Für die abschließende Evaluierung füllen Studierende und Arbeitgeber Fragebögen aus und der Studierende verfasst einen Erfahrungsbericht. Die Anerkennung freiwilliger Praktika erfolgt durch qualifizierte Unternehmenszeugnisse, dem Europass-Mobility, einem Zertifikat vom Career Service und einem Eintrag ins Diploma Supplement. In der Studienordnung vorgeschriebene Praktika werden zudem von der Universität akademisch anerkannt.

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